
Am 05. September stand für uns mit dem Blauen Band der Weser die erste Heimregatta in diesem Jahr an. Durch Bremerhaven und Schwerin was die Bedingungen angeht verwöhnt, mussten wir uns in drei Trainingseinheiten wieder ein wenig an die Eigenarten der Weser anpassen, die zudem auch noch Niedrigwasser führte, keine guten Aussichten auf einen sportlich guten Wettkampf. Trotz allem wollten wir unbedingt auch mal das Blaue Band gewinnen, der einzige Titel der uns bei den Regatten in der Umgebung noch fehlte. Was nun folgte war Wellenreiten mit Drachenbooten par excellence .
Durch fehlende Streckenmarkierungen und die flache Weser konnten die stärkeren Boote am Start ruhig ein paar Meter wegfahren, die anderen Boote setzten sich einfach auf deren Welle und ritten wieder heran. Für die Zuschauer mag das alles lustig und spannend sein, als Sportler verliert man dabei ein wenig den Spaß. Es ist das Gleiche wie bei einer anderen Mindener Veranstaltung, da muss man sich einfach mal Gedanken machen was man ändern könnte.
Im zweiten Vorlauf hatten wir dann unseren für das Blaue Band schon üblichen Katastrophenstart: kamen die Startsignale ohnehin schon so schnell das der Starter kaum ein verständliches „Attention“ aussprechen konnte, ertönte die Hupe diesmal völlig ansatzlos mit entsprechender Konfusion in unserem Boot. Nach drei Vorläufen lagen wir dann doch recht deutlich an der Spitze des Feldes und mussten nun im großen Finale gegen die Stromschnellen und die WSW Airdragons aus Wuppertal zusehen, unsere in den Vorläufen gezeigte Leistung auch in Zählbares umzumünzen.
Nach dem Start konnten wir uns sofort absetzen, jedoch nicht weit genug um die beiden anderen Boote von unserer Welle zu werfen ( da muss man schon gut eine Länge rausarbeiten). Und so kam was kommen musste, die Gegner schlossen wieder auf und es ging im Dreierpack Richtung Ziel. Diesen Rennverlauf hatten wir allerdings vorab schon ein wenig erwartet, sparten uns Körner für den Endspurt und konnten uns mit diesem dann zum Glück noch ca. einen Meter von unseren Konkurrenten absetzen und endlich auch mal das Blaue Band gewinnen.
Für die Weser kann der Veranstalter ja nichts, und von den Wasserbedingungen mal abgesehen hat der MDC wieder einmal eine schöne Regatta auf die Beine gestellt.