Der Indoor-Cup der KSG, traditionell das erste Event des Jahres und diesmal so früh, das sich bei den meisten Personen die man traf noch ein „frohes Neues“ lohnte, ist schon ein kleines Phänomen. Im Jahre 2005 zum ersten Mal mit ein paar halb besetzten Booten heimischer Mannschaften gestartet, pilgern mittlerweile Leistungsteams aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland zum Hallenbad am Mittellandkanal um das Wasser umzupflügen.
Mit einem durch viele Absagen etwas zerfleddertem Team und dreimonatiger, völliger Paddelabstinenz, gingen auch wir wieder bei diesem Spektakel an den Start. Möglich wurde dieser erst durch unsere Gastpaddler(innen) Karin und Cordula von den Nimbus 2004 Drachen, Lisas Schwester Theresa, sowie Bernd Krause, denen unser Dank gilt.
Den Gruppenauslosungen machte Schneesturm „Daisy“ einen Strich durch die Rechnung, da etliche Mannschaften absagten, die Gruppen noch einmal umgeworfen wurden und wir uns letztlich in einem Topf mit den Dutch Dragons, den Himmelsbooten und den Greenhorns wieder fanden. Die gesamte Vorrunde über hatten wir, wie viele andere Teams sicher auch, mit der fehlenden Paddelpraxis zu kämpfen: die Schläge waren zu kurz und hektisch, das Boot lag katastrophal, und so waren wir nach einer Niederlage gegen die Dutch Dragons und knappen Siegen gegen die Himmelsbooten und die Greenhorns mit Gruppenplatz 2, nach dem es für uns nur noch um die Plätze 9 – 16 im Gesamtklassement ging, noch ganz gut bedient.
Das hätte, wenn man ehrlich ist, auch anders ausgehen können. Danach hatten wir dann allerdings wieder ein wenig unseren Rhythmus, unsere Schlaglänge und auch eine bessere Sitzverteilung im Boot gefunden. Im nächsten Rennen konnten die Alkmaar Dynamic Dragons , die leider nur mit fünf Personen den Weg durch den Schnee nach Minden gefunden hatten und von der KSG unterstützt wurden, recht locker bezwungen werden, und auch die körperlich sehr starken California Dragons rangen wir in einem Lauf über die volle Distanz knapp, aber doch sicher, nieder.
Damit kämpften wir dann immerhin noch um die Plätze 9 und 10 gegen eines der im Vorfeld als Mitfavoriten gehandelten Teams, den Roten Drachen aus Mühlheim, die in ihrer Gruppe den Hannover Allsports den Vortritt lassen mussten. Mit einer starken kämpferischen Leistung zwangen wir das Topteam von der Ruhr über die volle Zeit von einer Minute und verloren nur hauchdünn. Ein versöhnlicher Abschluss eines anstrengenden Wettkampftages mit Höhen und Tiefen. Ein echtes Highlight war dann noch einmal das große Finale zwischen den Hannover Allsports und dem Kraftboot des Teams aus Rheine (das für so einen Indoor-Cup wie geschaffen scheint), das die Hannoveraner schon so gut wie gewonnen hatten, aber in einem hochdramatischen Finish doch noch verloren. Man darf jetzt schon gespannt sein, was für Mannschaften im nächsten Jahr im Melittabad an den Start gehen.