

3. Taiwan-Cup 2011 Hamburg Allermöhe – 2 Tage im Paddelparadies
Wer (wie wir) zumeist auf Flüssen, flachen Seen, engen Kanälen oder in müffeligen
Kleinhäfen paddelt, dem bleibt angesichts der Regattastrecke Allermöhe erstmal der Mund offen stehen. Acht breite, identische, komplett ausballonierte Bahnen bei sechs Meter Wassertiefe, Startsteg und Zielturm sowie ein Minikatamaran der mit Livereporter die Rennen begleitet.
Dazu eine tolle Umgebung und hervorragende sanitäre Anlagen. Man kann als Drachenbootler nur dankbar sein hier paddeln zu dürfen, hoffentlich können sich in Zukunft noch ein paar Teams mehr für diese Veranstaltung erwärmen, so das sie uns erhalten bleibt.
Den sportlichen Auftakt machten am Samstag die 250 Meter, bei denen wir mit konstanten
1.02er Zeiten sowohl den Qualifikationslauf gegen unsere Freunde aus Berne, den Underwater Dragons , als auch den Vorlauf gegen die Drachenpöter aus Hannover recht souverän gewinnen konnten. Mit einer erneuten 1.02 belegten wir dann im Halbfinale hinter den Sonntagsfahrern Platz 2 der zum A-Finale reichte. Aber es war schon klar das es jetzt schwer werden würde: sowohl der RVD Dragon One als auch die Sonntagsfahrer und die immer stärker werdenden Bremen Draggstars hatten einen besseren Eindruck hinterlassen, der nicht täuschen sollte. Und so belegten hinter diesen Teams in der Reihenfolge einen guten 4. Platz, mit dem wir sehr zufrieden waren. Die Zeit? Natürlich eine 1.02.
Den Abschluß eines langen Samstages bildeten die 2000 Meter mit drei Wenden. Wir starteten im letzten Block mit fünf Teams, vor uns die Hamburg Allstars, hinter uns der RVD Dragon One, dann die Draggstars und die Sonntagsfahrer. Mit einem knackigen Start machten wir uns auf die Verfolgung der Hamburger, schon nach der ersten knallengen Wende mit Bojenkontakt war klar, das wir aufgeholt hatten, und vor der zweiten Wende bei Start/Ziel waren wir fast dran. Die zweite Wende wurde tatsächlich noch enger, die linken Paddler (jedenfalls fast alle) versuchten mit einer Art mehrfachen LaOla-Welle den Bojen auszuweichen und im Takt zu bleiben, was so halbwegs gelang. Mit einem Zwischenspurt schoben wir uns links an die Allstars heran und zogen auf der Geraden zur letzten Wende Meter um Meter vorbei, so das wir bei Wende 3 innen überholen konnten. Durch dieses Erfolgserlebnis motiviert legten wir auf der Zielgeraden noch einmal einen Endspurt aufs Parkett, der den ungemein agilen Regattasprecher (großes Lob an dieser Stelle) laut Ohrenzeugen zu wahren Jubelarien hinriß. Das lief gut, soviel war klar, und als später bei der Siegerehrung herauskam das es sogar völlig unerwartet zum Sieg vor den Sonntagsfahrern und den Bremern gereicht hatte, war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Die anschließende Party wurde furchtbar feucht, extrem fröhlich… und es wurde spät….
Sonntag Morgen, 500 Meter Vorlauf. Wir hatten sicher schon mal frischer ausgesehen, aber es half ja nichts, wer ausgiebig feiert muss die Konsequenzen tragen. So taten wir nicht mehr als nötig um in 2.08 min. als Sieger ins Halbfinale einzuziehen. Hier mussten wir uns mehr strecken, denn neben den bärenstarken Sonntagsfahrern vom WSC Friedersdorf waren auch noch die Hamburg Allstars und das Team vom Kanuverein Hanseat Hamburg mit von der Partie. In einem guten Lauf qualifizierten wir uns in 2.03 min. knapp hinter dem Team aus Sachsen-Anhalt und deutlich vor den beiden aus Hamburg. In einem tollen Finale wurde es dann wie schon bei den 250ern ein schöner 4. Platz, ganz knapp hinter den Bremen Draggstars, dem RVD Dragon One und dem hochverdienten Sieger, den Sonntagsfahrern.
Macht bitte weiter in Allermöhe!!