7. Indoor-Cup Melittabad - Die DB-Welt zu Gast in Minden

Zum siebten Mal lud die KSG mittlerweile ein, um im Schwimmbad am Mittellandkanal beim
Tauziehen die Kräfte zu messen. Und die Teams kamen: aus Brandenburg, Hannover, der Uckermark, Frankfurt, dem Ruhrgebiet, dem hohen Norden und selbst aus Holland reisten zum Teil hochklassige Mannschaften nach Minden. Ein wenig schade war dabei jedoch, das sich nur sehr wenige Teams aus dem heimischen Bereich angemeldet hatten.

Etwas Glück hatten wir bereits im Vorfeld bei der Auslosung gehabt: während andere Teams in ihren Gruppen gleich mehrere Spitzenteams vorgesetzt bekamen, war bei uns mit „Draussen nur Kännchen“, „Yellow Submarine“ und den KSG-Allsports zumindest kein Team dabei, bei dem man die Hoffnung auf den Gruppensieg gleich begraben konnte. Und so konnten wir uns tatsächlich mit drei Siegen als Gruppenerster für die Viertelfinals um die Plätze 1-8 qualifizieren.

Hier bekamen wir es mit den „Thunder Dragons“ zu tun, eine körperlich sehr starke Mannschaft, die schon im letzten Jahr mit ihrem 4. Platz in Minden unter Beweis gestellt hatte das mit ihr zu rechnen ist. Es sollte unser längstes und härtestes Rennen an diesem Samstag werden. Nach der Startsirene gingen wir sofort in Führung und hielten diese über eine halbe Minute, dann jedoch egalisierten sich die Kräfte auf beiden Seiten und langsam rächte sich unsere zu frontlastige Bootsbesetzung, wir liefen vorne voll Wasser, fingen an zu schwanken und drifteten auch noch stark auf den Beckenrand zu, der Mann am Seil hatte ein wohl kleines Päuschen eingelegt ... Da die Thunders leider nicht einen Deut nachließen, ging es von nun an im Zeitlupentempo rückwärts, da halfen uns auch die lautstarken Anfeuerungen vom Beckenrand nichts mehr, und nach einer ewig dauernden Minute taumelten wir mit unserem vollgelaufenen Kahn höchst vorsichtig, um nicht noch nach dem Rennen zu kentern, und total ausgepumpt als Verlierer ans Ufer. Für diesen tollen Kampf geht ein Danke an den Niederrhein, das hat Spaß gemacht!
Um die Plätze 5-8 warteten nun die Dutch Dragons auf uns. Auch dieses Rennen beendeten wir nach ca. 40 Sekunden als 2. Sieger, die hochfrequente Gangart der Holländer scheint uns nicht zu bekommen, das bekamen wir schon im letzen Jahr zu spüren.

So kam es im letzten Rennen um 7-8 noch einmal zu einem der seltenen Lokalderbys, denn auch die Stromschnellen hatten es in die Runde der besten acht geschafft. Nach ca. 20 Sekunden konnten wir unseren Wettkampf noch einmal mit einem Sieg beschließen und erreichten einen sehr zufriedenstellenden 7. Platz in der Gesamtwertung.

Insgesamt war es einer der entspanntesten Indoor-Cups bislang, die Anzahl der Teams war perfekt, die Stimmung super. Viel besser geht’s nicht.